Im Content Marketing ist es aufgrund der vielen Veränderungen schwer, ständig über alles informiert zu bleiben. Daher ist es besser, sich schon vor Beginn des neuen Jahres auf die Trends 2019 einzustellen. Wir haben für Dich einen groben Überblick geschaffen, damit Du im kommenden Jahr in der Kaffeeküche mitreden kannst:

Content Marketing Trend 1: Voice-Search-Optimierungen

Anhand der Zahlen lässt sich erahnen, dass es schon längst kein neuer Trend ist: Bereits Milliarden an Suchanfragen gehen täglich per Voice-Search bei Google ein. Allein von 2018 auf 2019 soll die Anzahl der Sprachsuchanfragen um 35 Prozent steigen. Bis 2021 werden sogar 80 Prozent prognostiziert.

Dahingehend müssen Marketer ihre Kommunikationsmaßnahmen anpassen. So ist vor allem SEO betroffen, da per Stimmsuche meist ganze Sätze statt einzelner Wörter gesucht werden, weshalb mehr auf Longtail-Keywords optimiert werden sollte. Im Content Marketing wird die Möglichkeit des Vorlesens von Texten immer wichtiger. Daher muss Content, der zum Vorlesen gedacht ist, möglichst verständlich und simpel gehalten werden, um problemlos von Siri, Alexa & Co. vorgelesen zu werden.

Typische Voice-Search-Anfragen sind in dieser Grafik dargestellt und geben eine Übersicht darüber, was für Content-Arten für Sprachsuchende gut geeignet sind:

Quelle: http://www.absatzwirtschaft.de/wp-content/uploads/2018/02/4.png

Content Marketing Trend 2: Messbarkeit von Native Advertising

Für Content Marketer ist es keine neue Erkenntnis, dass Reichweite nicht der wichtigste Maßstab für Erfolg ist. Das gilt auch für Native Advertising, denn hier spricht man erst ab einer gewissen Verweildauer des Lesers von einer Werbewirkung. Dabei gibt es nicht einen Fixwert, der für alle Native Ads gilt. Stattdessen sollte vor Veröffentlichung ein Parameter wie die minimale Lesedauer festgemacht werden, um den Erfolg messen zu können. Als Orientierungspunkt gilt dabei: „Ab welcher Verweildauer entsteht eine Markenwirkung?“. Springt der Leser vor Erreichung dieser ab und entscheidet sich gegen den Inhalt, kann nicht von einer positiven Markenwirkung ausgegangen werden. Deshalb: Gestalte den Artikel von Beginn an als einen informativen Artikel mit Mehrwert, der den Leser zum Dranbleiben motiviert.

Essenziell für 2019: Das Native Advertising Special am 13. März auf der CMCX!

Content Marketing Trend 3: Instagram Stories

Facebook gilt – gehen wir rein nach Nutzerzahlen – weiterhin als erfolgreichstes Social Network. Immerhin eine Milliarde Nutzer unterscheidet es damit von seiner Tochter Instagram. Dieser Wert ist allerdings nicht repräsentativ für die Bedeutsamkeit in Sachen Marketing, denn Instagram gilt wie einst Facebook als El Dorado für effektive Kommunikation.

Während bei Facebook primär mit Bannerwerbung und Sponsored Posts geworben wird, bietet Instagram eine weitaus größere Vielfalt mit Stories, IGTV und Influencern. Zwar hat Facebook streng genommen auch diese Möglichkeiten, doch werden sie nicht ansatzweise so intensiv (in Bezug auf Interaktion) genutzt – das zeigt sich vor allem an der eher zurückhaltenden Nutzung von Facebook Stories.

Das diesjährig eingeführte Tool Instagram TV (IGTV) bietet erstmals die Möglichkeit, Videos von bis zu 60 Minuten zu posten. Bisher lag das Zeitlimit bei einer Minute, was die Content-Möglichkeiten deutlich einschränkte. Über IGTV können nun aber beispielsweise ausführlichere Produkterklärungen viel einfacher in einem bekannten Umfeld an den Nutzer distribuiert werden.

Mit der voranschreitenden Etablierung von Instagram als Kern-Social Media-Plattform werden auch die Anforderungen an Stories und Video Ads größer. Diese sollten von Sekunde 1 ästhetisch und vor allem interessant sein, um sich zu behaupten und nicht direkt weggewischt zu werden. Auch das Influencer Marketing bleibt spannend: Seit Einführung der Kennzeichnungspflicht von werblichen Posts hat sich die relativ junge Marketing-Disziplin erstmals elementaren Änderungen ausgesetzt gesehen. Wie es dort weitergeht und ob weitere Veränderungen bevorstehen, wird sich 2019 zeigen.

Essenziell für 2019: Influencer Island am 12. und 13. März auf der CMCX!

Content Marketing Trend 4: Unternehmen und Sub-Brands

Statt alles unter einem Markennamen zu halten, entscheiden sich immer mehr Unternehmen für die Gründung von Sub-Brands. Das bietet sich unter anderem dann an, wenn Nischen bedient werden sollen. Frei nach dem Motto „Start narrow and grow wide“ hilft diese Methode, sich in eine Nische einzunisten und von dort aus weiter zu wachsen.

Doch es muss nicht immer Nische sein: Thematisch passende und besser alleinstehende Sub-Brands werden auch immer beliebter bei Unternehmen. Diese haben dann einerseits den Vorteil, vom bereits etablierten Image der Mutter-Brand zu profitieren, andererseits können sie eine eigenständige Markenpersönlichkeit aufbauen.

Content Marketing Trend 5: Authentizität / Kultur

Mit dem Vormarsch von Automation und immer neuen Technologien in allen Bereichen des Marketings fürchten immer mehr Marketer um ihren Stellenwert. Doch ein Faktor wird oft unterschlagen, wenn das Ende des Menschen in der Marketing-Branche eingeläutet wird: Branded Identity und Culture kann nur von echten Personen gelebt und nach außen repräsentiert werden. Unternehmenskultur wird angesichts des stetig wachsenden Misstrauens gegenüber Werbetreibenden immer wichtiger, da sie Vertrauen zwischen Firma und Kunden schafft.

Um dem Kunden stets das Gefühl zu vermitteln, gehört zu werden, muss ein organisiertes Community Management eingesetzt werden. Per Social Media, E-Mail oder auch Live-Chat lässt es sich am besten mit dem Kunden interagieren, um so auch die Unternehmenswerte im direkten Kontakt zu vermitteln. Ehrlichkeit spielt dabei eine große Rolle, da für eine glaubwürdige Branded Identity Reflektion und Realismus nötig ist. Auch die Einbringung von User Generated Content unterstreicht die Glaubwürdigkeit, da eher bereits glücklichen Kunden statt Werbebotschaften geglaubt wird.

Leah Sartoris
Leah ist seit Sommer 2018 Copywriter bei contentsquare, einer Content-Agentur in der Domstadt Köln. Während sie bei ihren Kollegen vor allem für Avocado-Liebe bekannt ist, geht sie außerhalb der Mittagspause ihrer Leidenschaft für das Schreiben nach. Diese kann sie auch in ihrem Studium der Medienkulturwissenschaften und English Studies an der Uni Köln miteinbringen.

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