Warum Sie bei der Suchmaschinenoptimierung umdenken müssen

    Sie finden es immer schwieriger, geeignete Keywords zu identifizieren, um Ihre Artikel für Suchmaschinen zu optimieren? Dann liegen Sie in gewisser Weise voll im Trend und es geht Ihnen wie vielen anderen. Die Keyword-Optimierung, die noch gestern sehr gut funktionieren zu schien, wurden von Google ziemlich auf den Kopf gestellt. Das Ende von SEO und Keywords? Das dann doch nicht, aber wie es aussieht, müssen Sie bei der Suchmaschinenoptimierung etwas umdenken und dafür gerüstet sein auf Google-Updates zu reagieren.

    SEO war gestern – jetzt kommt SEO

    Suchmaschinenoptimierung

    Die Welt der Suchmaschinen ist gerade dabei, sich nachhaltig zu verändern. Suchmaschinen verarbeiten Daten und Informationen aus unterschiedlichen Quellen und Plattformen, die miteinander verknüpft, kombiniert und zugeordnet werden können. Data Mining ist hier das Stichwort. Ein Effekt dabei ist, dass Suchanfragen noch intelligenter und userorientierter verarbeitet werden können als bisher.

    Schon jeder Zehnjährige weiß, was er zu tun hat, wenn er nach einer Information googelt: Begriff oder Satz eingeben. Dann wird der Begriff – je nach Suchhäufigkeit – von Google automatisch vervollständigt und die dem Suchbegriff entsprechenden Links werden angezeigt. So war es bisher – Google Now ist heute bereits einen deutlichen Schritt weiter: Suchanfragen, die ein User hintereinander eingibt, kann die Suchmaschine miteinander verknüpfen und wirft passende Ergebnisse aus. Jenny Halasz gibt ein Beispiel in ihrem Blogeintrag auf searchengineland.com. Wenn man bei Google Now fragt: „Wer ist der Präsident der Vereinigten Staaten?“ ist das Ergebnis Barack Obama. Bei der Folge-Frage „Wer ist seine Frau?“ kommt Michelle Obama, ohne dass man die Keywords „Präsident“ oder „USA“ eingeben muss.

    Der Internet-User – kein unbekanntes Wesen

    Bei einer Suchanfrage kommt es nicht mehr vorrangig und schon gar nicht ausschließlich darauf an, welchen Begriff der User eingibt. Stattdessen spielt die individuelle Anwenderhistorie eine immer wichtigere Rolle – und die fängt bereits an, bevor ein Anwender die Suchmaschine nutzt:

    • Wo befindet sich der User?
    • Welche Begriffe hat er (oder sie) vorher gesucht?
    • Wie und wo war er im Netz unterwegs?
    • Welchen Gruppen gehört er an?

    All diese Faktoren spiegeln sich im Ranking der angezeigten Linkliste wieder. Mehr noch: Perspektivisch könnte es möglich sein, dass ein Anwender nicht einmal mehr einen Suchbegriff eingeben muss. Anhand der soziodemographischen Spuren, die er vor seiner Anfrage im Netz hinterlassen hat, wird es möglich sein, folgerichtige Suchbegriffe logisch abzuleiten, noch bevor ein Begriff in der Suchbox steht. Das alles ist keine Zukunftsmusik, sondern jetzt bereits absehbar.

    Dem Anwender auf der Spur

    Sicher ist: Auch in Zukunft wird es bei Google standardisierte Suchboxen für Suchanfragen geben. Ebenso sicher: Es wird eine Fülle unterschiedlicher Möglichkeiten geben, wie Keywords zu Linklisten verarbeitet und gerankt werden. Bei der Suchmaschinenoptimierung geht es weiterhin um Optimierung – allerdings geben dabei nicht mehr ausschließlich die Algorithmen der Suchmaschine den Takt vor. Immer mehr rückt der Anwender in den Mittelpunkt. Neben die „Search Engine Optimization“ tritt die „Search Experience Optimization“ und – in der Perspektive gedacht – die „Subject Experience Optimization.“

    Unterm Strich heißt das: Sie müssen in Sachen Suchmaschinenoptimierung umdenken. Als originär digitales Tool wird SEO immer mehr zum Hebel, um Denkmechanismen des klassischen Marketings in die digitale Welt zu überführen.

    Was bedeutet das für die Optimierung Ihrer Seite?

    Optimierung-Ihrer-Seite
    User geben genaue Fragen bei Google ein

    Menschen im Netz werden in Zukunft immer mehr in Form von Fragen suchen. Von Vorteil ist es für Sie, wenn Sie die Suchlogik Ihres Kunden kennen. Welche Suchanfragen, welche Sätze geben User in die Suchmaschine ein, wenn Sie nach Inhalten suchen, die Sie bieten? Das klingt vielleicht auf dem ersten Blick schwierig, kann aber auch ungeheure Vorteile für Sie bedeuten. So können Sie Ihre Seite so optimieren, dass Sie vor allem Ihr Spezialmerkmal herausstellen. Sind Sie an einem speziellen Ort? Haben Sie etwas, was Sie von Ihrer Konkurrenz unterscheidet, zum Beispiel einen besonderen Service, besondere Materialen, ein spezielles Produktionsverfahren? Das sollten Sie in Ihren Content mitaufnehmen, sodass er auch in Suchmaschinen gelistet werden kann.

    Denn, wenn ein User Ihren Service in Ihrer Gegend sucht, steigt die Wahrscheinlichkeit, dass Ihr Unternehmen gelistet wird, wenn Ihr Standort auf Ihrer Seite steht. Wenn jemand zum Beispiel „wasserfeste Schuhe aus Ökomaterial“ in die Suchmaschine eingibt, steigt ebenfalls die Chance, dass Ihr Unternehmen auftaucht, wenn Sie dies anbieten und einen Erklärartikel zu diesem Thema auf Ihren Blog posten (und Ihren Content nicht nur auf das Keyword „Schuhe“ optimieren).

    Generell gilt und das möchten wir immer wieder betonen: Wenn Sie möchten, dass Ihr Artikel im Netz sichtbar ist, müssen Sie in erster Linie hochwertigen Content für Ihren Leser produzieren.

    Das „semantic web“ wird immer besser in der Lage sein die Qualität einer Seite zu erkennen und sie mit der Suchintention des Users zu verbinden.

    Bildnachweis (in der Reihenfolge ihres Erscheinens):
    ©flickr.com/Thomas Lapperre (CC BY 2.0) (ebenso Beitragsbild)
    ©flickr.com/Horia Varlan (CC BY 2.0)

    Auch der neue Google Algorithmus Hummingbird hat Einfluss auf die Suchmaschinenoptimierung. Lesen Sie hier, wie: Google Hummingbird – Was das für Ihre Content-Erstellung bedeutet

     

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