Aktuelle Qualitätsmerkmale von Google für eine hochwertige Seite

    Sie möchten mit Ihrem Content Marketing für User sichtbar und interessant sein? Hierfür muss Ihre Seite bestimmte Qualitätsmerkmale aufweisen. Wir zeigen Ihnen welche Kriterien Sie unbedingt umsetzen sollten anhand eines interessanten Interviews von Eric Enge, Autor des Buches „The Art of SEO“ (auf Deutsch: Die Kunst des SEO, O’REILLY) mit Matt Cutts, Leiter des SPAM-Teams bei Google.

    Die „Frosch“-Story als SEO Beispie

    Haben Sie schon einmal den Suchbegriff „Frösche“ in Google eingegeben? Die ersten Ergebnisse erscheinen zunächst vielversprechend, wenn Sie etwas über diese Tiere erfahren möchten. Nachdem Sie allerdings nach der ersten angezeigten Website die folgenden Suchergebnisse anklicken, stellen Sie fest, dass die Suchergebnisse sich zwar hinsichtlich Ihrer Wortlaute unterscheiden. Doch inhaltlich erfahren Sie nichts Neues. Sie erscheinen als inhaltliche Duplikate, die mitunter für Missmut beim Leser sorgen.

    Content-marketing-qualitativ-hochwertige-seite

    Die Bewertung einer Seite wird nach den Kriterien von Google immer anspruchsvoller erfolgen. Das heißt, inhaltliche Duplikate, die es bisher noch an die Ergebnisspitze geschafft haben, können in naher Zukunft weit zurückfallen, falls sie keinen wirklichen Mehrwert und neues Wissen – sprich hochwertigen Content – für den User bieten.

    Aus diesem Grund ist es wichtig, dass Sie auf Ihrer eigenen Website stets frischen, das heißt aktuellen und einzigartigen Content integrieren, die einen Mehrwert für Ihre User schaffen. Ihren Content sollten Sie wiederum mit häufig gesuchten Begriffen verbinden.

    Mit Content Marketing vorne dabei sein – die Google-Platzierungsstrategie

    Sachverhalte und Dinge in ihrer realen Bedeutung widerzuspiegeln, darin liegt das Hauptziel der Suchmaschine Google. Dies ist allerdings angesichts der Mehrfachbedeutung von Worten und Wortzusammenhängen überaus kompliziert. Die Umsetzung dieses Zieles erfolgt durch die Bewertung verschiedener Indikatoren. Wie die Festlegung der Indikatoren getroffen wird und wie deren Gewichtung erfolgt, ist das Geheimnis des Suchmaschinen-Marktführers. Der neue Algorithmus Google-Hummingbird ist zum Beispiel eine Umsetzung dieses Zieles von Google.

    Weitere wichtige Indikatoren bei Google sind:

     

    Weg von Linkbuilding hin zu hochwertigem Content Marketing und dessen Vermarktung

    Matt Cutts kritisiert Websitebetreiber, die lediglich an Linkaufbau denken, um dadurch ein besseres Ranking zu erzielen:

    Es es wichtig daran zu denken zuerst etwas Herausragendes zu produzieren. Wenn Sie ein herausragendes Produkt haben, erstklassigen Content oder etwas, dass Sie von anderen unterscheidet, dann können Sie einen Schritt zurückgehen und darüber nachdenken wie Sie Ihren Content promoten.

     

    Ein weiteres Erfolgsgeheimnis einer erfolgreichen Website ist es eine Nische zu bedienen. Dies ist mitunter einfacher als zu versuchen in einem etablierten Marktfeld eine Vorrangstellung zu erreichen.

    Infografiken – lieber Hände weg davon?

    Im Prinzip ist nichts falsch daran Infografiken auf seiner eigene Seite einzubinden, solange sie in den Kontext des eigenen Contents passen und nicht alleine für den Linkaufbau verwendet werden. Am besten ist es wenn Sie Infografiken mit einem No-follow-Link versehen und die Ursprungsseite hinsichtlich ihrer Reputation prüfen. Verlinkt die Grafik auf eine vollkommen unrelevante Seite, wird das von Google schnell als Spam gewertet und die eigene Website fällt im Ranking.

    Content Curation – Vorsicht mit Inhalten Fremder

     

    Ähnlich ist es mit dem Sammeln und Veröffentlichen fremder Inhalte, die Sie im Netz finden. Enthalten Inhalte dritter Seiten keinen Mehrwert oder nicht wirklich etwas Herausragendes und werden nur dazu benutzt, Textmengen auf der eigenen Seite zu veröffentlichen, sollten Sie lieber, so Matt Cutts, die Finger davon lassen. Auch hier gilt hinsichtlich einer gekonnten Content Marketing Strategie: Inhalte, die es wert sind geteilt zu werden und nicht zum Linkaufbau benutzt werden, sind in Ordnung. Ansonsten weiß Googles Suchmaschine nicht wie sie den Content bewerten soll und definiert ihn schnell als Spam.

    Fazit: Googles Suchmaschine wird immer intelligenter

    Galt bis vor wenigen Monaten SEO noch als ein intelligentes Setzen von Links und Keywords, so hat sich die Strategie heute grundlegend geändert: weg von Linkbuilding und dem Publizieren schon dagewesener Inhalte hin zu einzigartigem Content mit Nutzen und Wert für den User. Das Suchmaschinenkonzept basiert nicht mehr nur aus einfach auszuwertenden Wort-Aneinanderreihungen. Es erlangt provokant formuliert langsam aber sicher eine Form von Intelligenz bzw. Sinn und Verstand.

    Google beginnt immer mehr Websites aus Internetuser-Sicht zu betrachten und zu sortieren. Diese Entwicklung führt dazu, dass der Webseiten-Aufbau aus SEO-Gesichtspunkten immer komplexer wird. Das erfordert zwar bei der Website-Erstellung einen hohen Aufwand, birgt allerdings bei Erlangung der obersten Suchmaschinenplätze zahlreiche neue Chancen.

    Hier finden Sie das komplette Interview von Eric Enge mit Matt Cutts: Matt Cutts and Eric talk about what makes a quality site

    Wir haben eine nützliche und übersichtliche Tabelle zu den wichtigsten Do’s and Dont’s für Google und Content Marketing erstellt.

    Klicken Sie auf das Bild, um die Tabelle vollständig zu sehen:

    google-content-marketing-titelshot

    Welche Erfahrungen haben Sie gemacht?Erhalten Sie bei Suchanfragen relevante Ergebnisse? Bieten Sie Ihren Usern Content mit Mehrwert und besetzen Sie erfolgreich einen Nischenplatz? Teilen Sie uns Ihre Erkenntnisse in Bezug auf Google und Content Marketing mit, wir freuen uns!

    Bildnachweis:
    Screenshot von Google.de

    4 Kommentare

    1. Die Qualität der Relevanz von Ergebnissen hat bei Google nach meinen Erfahrungen eher nachgelassen und die Kommerzialisierung dafür zugenommen. Ich bezweifle zudem, ob Google in der Lage ist, den wirklich zielgruppen- und qualitätsrelevanten Content und dessen Mehrwert zu messen, da dieser letztlich eine Frage der Argumente, Formulierungen, Textertechniken, Tonalität, Emotionalität, Zielgruppenbezüge und letztlich Nuancen ist, die durch Algorithmen nur bedingt gemessen werden können.

      • Die Quelle einer Infografik sollte auf eine vertrauliche Website verlinken. Ansonsten wertet Google dies schnell als Spam. Matt Cutts sagt zum Thema Infografiken: „The other thing that happens is that people don’t always realize what they are linking to when they reprint these infographics. Often the link goes to a completely unrelated site, and one that they don’t mean to endorse. Conceptually, what happens is they really buy into publishing the infographic, and agree to include the link, but they don’t actually care about what it links to. From our perspective this is not what a link is meant to be.“
        Das heißt, Infografiken besser nur posten, wenn sie wirklich nützlich für den Leser sind und, um auf der sicheren Seite zu sein, mit No-follow-Links versehen.

    2. Sehr interessanter Artikel. Auch ich finde, dass es heute nur noch auf qualitativ hochwertigen Content ankommt. Google erkennt immer besser Websites, die das nicht bieten können und siebt diese nach und nach aus. Linkbuilding ist definitiv ausgestorben.
      Gruss

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