So erstellen Sie einen Blog, der funktioniert

    Ein Blog ist schon bald unverzichtbar, wenn Sie neue Kunden gewinnen und Stammkunden enger an sich binden wollen. Stellen Sie sich die Frage: Wie erstelle ich einen Blog, der funktioniert und meinem Unternehmen einen echten Mehrwert bietet?

    Der folgende Leitfaden soll Ihnen helfen, die wichtigsten Kriterien kennen zu lernen und Fehler bei der Erstellung Ihres Blogs zu vermeiden.

    1. Strategy first: Legen Sie genau fest, welche Ziele Sie erreichen möchten!

    Definieren Sie genau, welche Ziele Sie mit Ihrem Blog anstreben. Zuerst sollten Sie die groben Ziele genau beschreiben und dann detaillierte Anforderungen ableiten. Die Content Strategie ist Chefsache und sollte nicht irgendwo im stillen Kämmerchen von einer Einzelperson definiert werden.

    Diese Ziele können Sie mit einem Blog erreichen:

    • Generieren Sie mehr Traffic und damit mehr Besucher mit hochwertigen und themenrelevanten Artikeln in Ihrem Blog.
    • Wecken Sie das Interesse Ihrer Webseitenbesucher  und sorgen Sie dafür, dass aus einmaligen Besuchern loyale Leser Ihres Contents werden.
    • Generieren Sie ihre eigene Liste von loyalen Lesern, die Ihnen gehört und die Sie ohne Abhängigkeiten zu Dritten jederzeit nutzen können.
    • Gewinnen Sie mehr Interessenten, die sich intensiv mit den Themen Ihres Unternehmens auseinandersetzen.
    • Generieren Sie qualifizierte Leads aus den Interessenten.
    • Sorgen Sie dafür, dass sich die Kunden oft und intensiv mit Ihrer Marke auseinandersetzen um den Absatz zu fördern.
    • Machen Sie aus Ihren Kunden aktive Weiterempfehler um virale Netzwerkeffekte zu nutzen. (Word-of-Mouth)
    • Binden Sie die Kunden an Ihr Unternehmen und sorgen Sie aktiv für weitere Cross- und Up-Selling-Möglichkeiten.

    Wenn Ihre Blog-Strategie intelligent definiert ist, können Sie alle Bereiche und Phasen des Buyer-Prozesses mit passendem Inhalt bedienen. Sie schaffen einen Mehrwert für Ihre Kunden und damit die Basis für eine langfristige Kundenbeziehung.

    Die Content Strategie muss sich direkt von den Unternehmenszielen ableiten und sich idealerweise auch daran messen lassen.

    2. Finden Sie die richtige Blog-Software

    Eine wesentliche Frage für den Start des eigenen Blogs ist die nach der geeigneten Software. Der Markt bietet viele unterschiedliche Content Management Systeme (CMS) für Webseiten, die auch die Einbindung eines Blogs ermöglichen.

    Generell gilt: IT follows Business. Sie sollten sich also in erster Linie mit Ihrer vorhandenen Web-Technologie auseinandersetzen und herausfinden, welches Blog-System sich am Besten integriert und die definierten Ziele unterstützt.

    Falls Sie undabhängig von Ihrer IT sind und noch keine Blog-Software im Einsatz haben, ist WordPress die beste Empfehlung.

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    WordPress ist mit mehr als 66 Millionen Installationen derzeit das führende Blogsystem und bestens für Content-Marketing-Zwecke geeignet.

    Die Vorteile von WordPress sind:

    • WordPress ist ein sehr ausgereiftes System mit einer großen Community weltweit.
    • Die Software ist ein Open-Source-Projekt und somit kostenlos.
    • WordPress wird regelmäßig aktualisiert, u.a. auch mit Sicherheits-Plugins, die Ihren Blog gegen Angriffe von außen schützen.
    • Viele zusätzliche Plugins helfen Ihnen, Ihren Blog an individuelle Vorstellungen anzupassen und effizient zu verwalten.
    • Es gibt unzählige Foren und Experten weltweit, die sich mit WordPress befassen und bei Fragen Hilfe leisten.
    • Für Ihre persönlichen Bedürfnisse können Anpassungen einfach und kostengünstig programmiert werden.
    • Für die Verbreitung Ihres Contents auf verschiedenen Kanälen (Twitter, Facebook, etc) gibt es bereits fertige Anbindungen, die einfach zu nutzen sind.

    Dabei ist WordPress nicht nur was für Einzelpersonen oder kleine Firma. Es gibt Milliarden-schwere große Konzerne, die WordPress einsetzen und sehr zufrieden sind.

    3. Legen Sie Ihre Blog-Adresse fest

    Am besten legen Sie für Ihren Blog ein eigenes Unterverzeichnis auf Ihrer Domain an, z.B. www.ihredomain.de/blog. Sie müssen dann nur eine Domain verlinken und können die Power externer Links viel besser einsetzen. Außerdem nutzen Sie damit das volle Potenzial der internen Verlinkung, wenn Sie mehr Content auf Ihrer Domain haben.

    Sollte dies nicht möglich sein, schaffen Sie eine Subdomain wie blog.ihredomain.de. Auf diese Weise läuft Ihr Blog auch unabhängig von Ihrer Webseite auf einem eigenen Server. Der Nachteil ist allerdings, dass Sie dann für zwei Domains viel mehr (doppelt so viele) Links brauchen, denn Suchmaschinen wie Google zählen eine Subdomain als eigenständiges Projekt.

    Da der Aufbau von Links mittlerweile sehr teuer geworden ist, empfehlen wir die Variante des Unterverzeichnisses.

    Ein wichtiger Praxis-Tipp: Legen Sie Ihren Blog nicht als Unterdomain von wordpress.org an. Links, die Sie dort aufbauen, gehören im Zweifelsfall nicht Ihnen, sondern WordPress. Es ist besser, Ihr Blog unter einer eigenen Domain laufen zu lassen (das geht auch bei wordpress.org). Für die vollständige Kontrolle ist ein eigener oder ein Virtual Server ideal. Vor allem wenn Sie nützliche Plugins zur Verwaltung Ihres Blogs einsetzen, kann WordPress nicht mehr mit Ihrem eigenen Server (oder Virtual Server ) mithalten.

    Auch www.content-marketing.com oder professionelle Branchen-Informationsseiten wie www.personal-erfolg.de sind auf WordPress aufgebaut.

    4. Achten Sie auf hochwertiges, „responsive“ Design

    Ein einfaches, übersichtliches und gut lesbares Design ist Voraussetzung für einen erfolgreichen Blog, denn Lesen am Bildschirm ist anstrengender als auf Papier. Wählen Sie eine serifenlose Schrift und achten Sie auf eine vernünftige Größe. Zudem sollten Sie genügend Weißraum lassen und einen guten Zeilenabstand bestimmen, damit das Auge des Lesers nicht ermüdet.

    Responsive-Design-manResponsive Webdesign ist ein Muss! Ihr Content muss sich an verschiedene Endgeräte wie Desktop-PCs, Smartphones und Tablet-PCs anpassen. Dabei ist nicht nur eine optimale Text- und Bilddarstellung wichtig, sondern auch, dass Buttons und Scroll-Funktion bedient werden können und die Ladezeit nicht zu lange dauert. Responsive Webdesign ist so gestaltet, dass Ihr Blog auf allen Endgeräten einheitlich aussieht. Es stellt die richtige Dimension ein, skaliert Bilder herunter und lässt überflüssige Elemente weg.

    Die StatCounter Global Stats 2013 belegen, dass mehr als 20 % des Internetverkehrs über mobile Endgeräte wie Smartphones etc. laufen. Bis Ende 2014 werden es mehr als 30 % sein. Wenn Sie mit Ihrem Blog wirklich Traffic aufbauen wollen, dürfen Sie das nicht außer Acht lassen, sonst verlieren Sie ein Drittel (!) an möglichen Interessenten.

    5. Definieren Sie Ihre Zielperson(en)/Buyer Persona’s!

    buyer-personaStatt Marketing nur für Zielgruppen zu machen gilt im Content Marketing: Schreiben Sie für Zielpersonen! Wenn Ihre Inhalte gerne gelesen und verbreitet werden sollen, müssen Sie für Menschen schreiben! Mit Ihrem Blog haben Sie die Gelegenheit, eine 1:1-Kommunikation mit Ihren Lesern aufzubauen und genau die Personen zu erreichen, die Sie erreichen möchten.

    Die Kommentarfunktion und Social Media bieten im Content Marketing einen Rückkanal und starten den Dialog mit den potentiellen und bestehenden Kunden. Dieses Feedback ist ideal um:

    • Vertrauen aufzubauen bzw. zu erhalten,
    • eine persönliche Beziehung zur Zielperson zu schaffen,
    • die Persona’s noch besser zu verstehen und Ihre Marketingaktivitäten optimal auszurichten,
    • eine Expertenrolle einzunehmen sowie
    • sich von der Konkurrenz abzuheben.

    Wer ist Ihre Buyer Persona?

    Bevor Sie anfangen zu bloggen, sollten Sie zunächst Ihre Zielperson (Persona) bestimmen. Wer ist Ihre Buyer Persona? An wen soll sich Ihr Blog richten? Nehmen Sie sich Ihre Kundendaten vor. Welche Menschen kaufen bei Ihnen ein oder nehmen Ihre Dienstleistungen in Anspruch? Oder fragen Sie Ihre Kunden direkt, wie Sie Ihnen bei ihren täglichen Aufgaben und Problemen weiterhelfen können. Wenn Sie die Antwort gefunden haben, ergeben sich die Themen für Ihren Blog ganz von selbst. Im Zweifelsfall schauen Sie sich auf anderen Webseiten, Blogs, Social Media oder Foren um, die sich mit Ihren Themen oder Ihrer Branche beschäftigen. Sie werden mit Sicherheit fündig werden.

    Mehr Informationen zum Thema Buyer Persona gibt es hier: Buyer Persona im Marketing.

    6. Legen Sie eine Suchmaschinen-freundliche Struktur an

    google-penguin-pandaErstellen Sie einen Blog, der auch gefunden wird! Die OnPage-Optimierung Ihres Blogs ist eines der wichtigsten Kriterien. Ihr Blog muss ein paar bestimmte Voraussetzungen erfüllen, damit Google die Inhalte optimal versteht und indexiert.

    Wichtige Faktoren sind: Suchmaschinenfreundliche URL’s sowie eine einfache und saubere interne Struktur der Links. Viele nützliche Plugins für WordPress helfen Ihnen, Ihren Blog für Suchmaschinen zu optimieren. Achten Sie auch auf ein ausgereiftes Konzept für Kategorien und Stichworte mit einer sinnvollen Vergabe von Keyword-Phrasen. Die Anforderungen für Suchmaschinen wie Google ändern sich regelmäßig. Auch ist es wichtig, dass Sie nichts unternehmen, was gegen die Google Webmaster Richtlinien verstößt.  Wir geben Ihnen hier ständig hilfreiche und aktuelle Tipps wie Sie Ihren Blog für Suchmaschinen bestens optimieren. (Am Besten, Sie abonnieren gleich den Newsletter. Dann erhalten Sie die Artikel sofort per E-Mail, wenn sie erscheinen!)

    7. Schreiben Sie für Ihre Leser UND für Suchmaschinen

    Der beste Blog nützt nichts, wenn ihn niemand findet. Also muss ihr Content auch Suchmaschinen-freundlich sein, damit Google ihn indiziert und in den Suchergebnissen möglichst weit nach oben bringt.

    Aktuell bewertet Google folgende Kriterien:

    • Wie frisch ist Ihr Content? Bloggen Sie so viel wie möglich! Mindestens einmal pro Woche, noch besser jeden Tag.
    • Wie einzigartig sind Ihre Texte? Liefern Sie Inhalte, die neu sind und Ihren Lesern einen Mehrwert liefern. Kopieren Sie nicht von anderen Webseiten und Autoren (allein schon aus urheberrechtlichen Gründen)! Google ist in solchen Fällen rigoros und verbannt Duplicate Content konsequent aus den Suchergebnissen.
    • Wie hochwertig ist Ihr Content? Googles Algorithmen bewerten qualitativ hochwertigen und tiefgehenden Inhalt durchweg besser als einen rein technischen und nur auf SEO (Keyword-)fixierte Artikel.
      Seiten mit Qualitätsmängeln, die dem Leser keinen Mehrwert bieten, werden von Google nach hinten durchgereicht. Und in Zukunft wird sich dieser Trend noch verschärfen.

    8. Richten Sie einen E-Mail-Verteiler ein

     

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    Richten Sie einen E-Mail Verteiler ein, mit dem Sie regelmäßig Ihren Content verbreiten. Geben Sie Ihren Lesern auf Ihrem Blog die Möglichkeit, sich für den E-Mail-Verteiler (Newsletter) anzumelden. Oder integrieren Sie Ihre Inhalte in bereits vorhandene Verteiler.

    Es gibt E-Mail-Tools, die Ihre Blog-Artikel automatisch nach einem vorher festgelegten Intervall an die Empfänger senden. Damit sparen Sie sich viel Arbeit und können trotzdem sicher sein, dass Ihre Artikel ankommen.

    9. Der letzte Schritt: Machen Sie Ihren Blog bekannt, verteilen Sie Ihren Content

    Was nützt Ihr Blog, wenn ihn niemand kennt? Um Ihre Inhalte zu verbreiten, gibt es verschiedene Möglichkeiten:

    • Verweisen Sie auf Ihrer Webseite auf den Blog.
    • Sorgen Sie für eine Integration Ihres Blogs in bestehende Marketingmaßnahmen (Print, Direct Mail).
    • Weisen Sie in Ihrer E-Mail-Signatur, Ihren Geschäftspapieren und auf Ihrer Visitenkarte auf Ihren Blog hin.
    • Kaufen Sie Paid Traffic ein (z.B. über Google-Adwords), um Interessenten gezielt auf Ihr Blog zu führen.
    • Veröffentlichen Sie Gastbeiträge in anderen Blogs mit Hinweis auf Ihren eigenen. Das verschafft Ihnen gleichzeitig Backlinks und stärkt ihre Position bei Google.

    Nutzen Sie Social Media! Aber nur relevante Kanäle und nur für die Content-Promotion!

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    Um Plattformen wie Facebook, Xing, LinkedIn oder Twitter kommen Sie nicht herum, wenn Sie Ihren Content erfolgreich bekannt machen wollen. Aber achten Sie darauf, dass Sie Ihren Content nicht vollständig auf diese Plattformen stellen! Ab dem Zeitpunkt der Veröffentlichung gehören Ihnen die Inhalte dann nicht mehr alleine, denn Sie geben facebook & Co. automatisch die unbegrenzten und übertragbaren Nutzungsrecht. Das kann nicht ihr strategisches Ziel sein, wenn Sie viel Arbeit in Ihren Content stecken. Nutzen Sie die sozialen Kanäle nur, um eine Promotion für Ihren Content zu machen und verlinken Sie immer auf Ihren Original-Content.

    Es gibt einige Tools, die Ihnen die Arbeit abnehmen und Ihre Artikel automatisch auf den wichtigsten Kanälen promoten. Wir halten Sie hier auf dem Laufenden.

    Darüber hinaus haben Sie die Möglichkeit, mit Native Advertising/Sponsored Posts via Facebook, LinkedIn und Co. Ihre Texte unmittelbar in den News-Stream Ihrer Zielpersonen zu platzieren.

    Nutzen Sie auch Content-Distributions-Plattformen wie plista oder Outbrain. Dort wird Ihr Blog von bekannten Medien zum Weiterlesen empfohlen und sorgt für weiteren Traffic.

    WICHTIG: Ihr Blog bleibt das Zentrum für Content Marketing!

    Sie sollten unbedingt darauf achten, dass Ihr Blog das zentrale Content-Kommunikationsmedium bleibt, von dem aus Sie alle anderen Kanäle versorgen. Social Media Plattformen wie Facebook ändern manchmal kurzerhand ihre Richtlinien. Dann kann es passieren, dass Ihnen die bisher geschaffenen Kontakte nicht mehr gehören!

    Wenn Sie diesem Leitfaden folgen, haben Sie schon das Wichtigste getan um einen gut funktionierenden Blog auf die Beine zu stellen, der

    • den gezielten Dialog mit Ihren Zielpersonen eröffnet,
    • Top Positionen in den Suchmaschinen erzielt,
    • ausbau- und zukunftsfähig ist, auch mit einem wachsenden Redaktionsteam,
    • im Vergleich zu anderen Marketingmaßnahmen kostengünstiger ist,
    • neue Interessenten und Kunden für Sie gewinnt,
    • und nicht zuletzt Ihre vorhandenen Kunden begeistert und Ihr Unternehmen weiterempfehlen lässt.

    Bildnachweis (in der Reihenfolge ihres Erscheinens):
    www.wordpress.org
    istockphoto.com/kupicoo
    istockphoto.com/photomorphic
    istockphoto.com/-Oxford-
    istockphoto.com/Zffoto
    istockphoto.com/ChristopheHeylen

     

    4 Kommentare

    1. Hallo, bin durch die W&V auf eure Seiten aufmerksam geworden. So einen Artikel hätte ich mir zu meiner Anfangszeit auch gewünscht.

      • Hallo Dirk, du hast vollkommen Recht. Es wurde höchste Zeit 🙂 Bloggen steckt in Deutschland noch in den Kinderschuhen. Viele Grüße

    2. Toller Beitrag, sehr gut erklärt.
      Ein Blog ist wie du schon gesagt hast heut zu tage fast unverzichtbar. Und gerade mit WordPress kann man sofort durch starten und hat dank der vielen Erweiterungen und Themes beinahe unbegrenzt viele Möglichkeiten auf einfachste Weise einen wunderschönen Blog zu kreieren.

    3. Auf eure Seite bin ich gerade durch den Newsletter der Internet World gekommen. Werde mir einiges mal durchlesen hier, da wir gerade angefangen haben einen Blog für unseren Shop aufzubauen.
      Vielleicht hilft mir ja da eure Seite einige Fehler zu vermeiden.
      Bisher haben wir ihn nur so nebenbei lieblos laufen gehabt, nun wollen wir bischen mehr machen und daher lese ich mich gerade bischen ein.
      Danke also für die Tipps.

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