Google-Patent möchte den Schwafel-Score einer Seite identifizieren

    Google möchte seine Suche weiter verfeinern und künftig noch hochwertigere und passendere Ergebnisse ausliefern. Das unterstreicht auch das erst kürzlich neu angemeldete Patent von Google, welches unter dem Namen „Identifying gibberish content in resources “ schlechte Texte künftig noch besser erkennen soll. Der „Schwafel-Score“ einer Webseite kann mit Hilfe des Patents, sofern es denn in die Praxis umgesetzt wird, mit Hilfe verschiedener Indikatoren bestimmt werden.

    Bill Slawski, der den Blog SEO by the Sea betreibt, hat das Patent genauer analysiert:

    [box]Was genau ist eigentlich „Gibberish“?[/box]

    Google-Patent
    Das Google-Patent möchte gegen Geschwafel im Netz vorgehen

    Gibberish steht frei übersetzt für „Geschwafel“, etwas was sich in SEO-Texten mit Vorliebe einschleicht, wenn unprofessionelle Autoren oder unerfahrene Webmaster die Arbeit scheuen und stattdessen einen mehr oder minder inhaltslosen Text ohne konkreten Mehrwert auf die Seite einstellen. Auch automatisch generierte Übersetzungen ohne Lokalisierung gehören hier dazu. Aus SEO-Sicht könnte der Schwafel-Score zu einem wichtigen Indikator werden, denn sollte das aktuell noch theoretische Konzept tatsächlich die Praxis erreichen, würde hochwertiger, unique Content einen noch viel größeren Stellenwert einnehmen.

    [box]Google Patent honoriert hochwertigen Content[/box]

    Geschwafel wird in den Augen von Google in Textform meist dann eingesetzt, wenn Webmaster versuchen Affiliate-Seiten oder Made-for-Adsense Seiten kostengünstig umzusetzen. Die Seiten werden dann, aus Kostengründen, häufig nur mit qualitativ schlechterem Content bestückt, welcher dafür nach den aktuellen Richtlinien umfassend optimiert.

    Drei wichtige Indikatoren für Geschwafel sind nach Google:

    [unordered_list style=“bullet“]

    • im Wortlaut übersetzte Inhalte, häufig ohne jegliche Lokalisierung an kulturelle Gegebenheiten
    • Inhalte/Texte, die keinen Mehrwert haben, zum Beispiel erstellt von der Plattform Mechanical Turk
    • Gescrapter Content, bei dem ein vorhandener Text bestenfalls minimal verändert wird.

    [/unordered_list]

    [box]Wie wird Glibberish Content identifiziert und bewertet?[/box]

    Die drei genannten Indikatoren sind schon aussagekräftig, wann es sich bei einem Text um, in den Augen von Google, „Geschwafel“ handelt. Wie immer bei SEO, nutzt das Patent aber auch klar definierte Formeln, welche zwar nicht genau benannt werden, zumindest aber der Sinn hinter ihnen erläutert wird. Das System unterteilt sich laut dem Patent in einen Sprach-Score und einen Stuffing-Score.

    Der Sprach-Score ist für die Beurteilung des Ausdrucks in einem Text verantwortlich. So wie mittlerweile auch schon unzählige Programme (ungefähr) erkennen können, ob ein Text Sinn macht und ausdrucksstark ist, wird über den Sprach-Score quasi die Qualität des Textes ermittelt.

    Der Stuffing-Score gibt an, wie relevant ein Text zu Suchbegriffen ist. Gerade wenn in den Text verschiedene Abwandlungen und minimale Veränderungen an Keywörtern und Phrasen häufig untergebracht werden, soll der Stuffing-Score diese Eigenheiten aufnehmen und verwerten. Die Auswirkungen für SEO sind klar: schlechte Texte werden, sollte das Patent in die Realität umgesetzt werden, konsequent bestraft und von Googles Mechanismen entlarvt.

    Hier können Sie den Patentantrag einsehen: Identifying gibberish content in resources

    Hochwertiger Content ist esseziell für die Kundengewinnung, die Reputation und für den Platz in Googles Suchmaschine. Lesen Sie hier, welche Faktoren im SEO-Bereich eine Rolle spielen: SEO Ranking Faktoren

    Informieren Sie sich hier zu den Richtlinien von Google: Google Richtlinien für die Content-Erstellung und -Verbreitung

    Bildnachweis:
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